Winningen im Juli 2015 - Bestimmen knappe Budgets und die reine Kostenbetrachtung die Sicherheit in der Lieferkette der Luftfracht? Dazu eine Stellungnahme des anerkannten Luftsicherheitsexperten und Geschäftsführer der Lobraco Akademie GmbH (Winningen), Christian Buchenthal.

Terrorgefahr in der Lieferkette - Wer schätzt dieses Risiko eigentlich ein?

Der Staat hat die Aufgabe, die Bürger der Bundesrepublik Deutschland zu schützen,  dies ist im Grundgesetz festgeschrieben! In Bereich der inneren Sicherheit ist hier das BMI (Bundesministerium für Inneres), aktuell Herr Dr. Thomas de Maizière, CDU/CSU, als Bundesminister des Innern zuständig. In den letzten Tagen war er immer wieder in den Medien mit Warnungen vor terroristischen Bedrohungen in Deutschland präsent.

Für großes Aufsehen bei den Sicherheitsbehörden sorgte der aktuelle Fall einer „Under Cover Aktion“ von Journalisten des WDR am Flughafen Düsseldorf. Hier gelang es einer Person, unbemerkt und vorbei an allen Sicherheitskontrollsystemen ein Paket bis zur Verladung in ein Flugzeug zu bringen.

Dazu der Luftsicherheitsexperte und Geschäftsführer der Lobraco Akademie GmbH Christian Buchenthal: „Als mir der Bericht vom WDR gezeigt wurde, in dem ein Frachtpaket in den Verladecontainer des Flugzeuges eingeschmuggelt wurde und dieses dann auf die Reise ging, stockte mir der Atem.
Wie immer gab es vom Flughafen Düsseldorf die Erklärung, man habe sich an geltendes EU-Recht gehalten! Das entspricht sicher der Wahrheit. Entscheidend ist jedoch die Frage: Wer schätzt hier in Deutschland eigentlich das Risiko ein und setzt entsprechende Vorkehrungen um?“

Weitere wichtige Fragen sind in diesem Zusammenhang:
Was macht das BMI eigentlich in unserer sicheren Lieferkette?
Wo kontrolliert der Staat noch selbst?

Bei der Luftfracht ist nur das LBA (Luftfahrtbundesamt) als ausführende Behörde aktiv. Herr Buchenthal sieht das so: „Auch diese Behörde kontrolliert nur die Dienstleister der „sicheren Lieferkette mit und ohne Kontrolleinrichtungen,“ und hat dazu ein Beispiel:

„Ein reglementierter Beauftragter kann selbst kontrollieren, kann sich z.B. ein Röntgengerät anschaffen und Personal zur Bedienung des Gerätes ausbilden lassen. Um das alles gesetzlich anerkennen zu lassen, muss er ein Luftsicherheitsprogramm erstellen und es von der Behörde (LBA) anerkannt bekommen.
Das bedeutet nach der Zulassung macht das LBA nur noch Stichprobenkontrollen ob der Dienstleister (reglementierter Beauftragter) dies ordnungsgemäß umsetzt.“

Hier wird deutlich, der Staat macht kaum noch eigene Kontrollen, weder an den Flughäfen in der Passage, noch bei der Verladung von Luftfracht!

Weiter bleibt die Frage offen, wer hier das Risiko eigentlich einschätzt.

Bei den Dienstleistern am Flughafen muss in den Luftsicherheitsprogrammen immer ein Luftsicherheitsbeauftragter benannt und ausgebildet sein! Diese Personen werden aus ihren Betrieben ausgewählt. Sie müssen nach §7 Luftsicherheitsgesetz eine staatliche Sicherheitsüberprüfung beantragen, die Zuverlässigkeitsüberprüfung, und erst nach erfolgter positiver Meldung, darf die Person an einer Schulung gem. VO (EU) 185/2010 Anhang 11.2.5. teilnehmen. Die Schulung dauert 4 Tage mit einer Abschlussprüfung!

Der Luftsicherheitsexperte Christian Buchenthal dazu: „Das sind 4 Tage, in denen diese Personen lernen müssen das Risiko in Ihrem Betrieb einzuschätzen und die Rahmenbedingungen für Ihr Luftsicherheitskonzept innerbetrieblich durchzusetzen und umzusetzen! Da ich selbst jahrelang in dieser Position war und auch diese Schulungen gebe, möchte ich sagen, dass ich hier sehr engagierte und professionelle Personen kennen- und schätzen gelernt habe. Ich komme wieder auf meine Frage zurück: Wer schätzt hier das Risiko eigentlich ein?

Eine Person in einem Angestelltenverhältnis, dessen Befugnisse aus einem Organigramm bzw. einem Budget bestimmt sind, die sich für jeden zusätzlichen Aufwand durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen rechtfertigen muss… ja, diese Personen schätzen das Risiko ein! Und wer haftet, wenn etwas wie im WDR Bericht geschildert, nicht funktioniert? Auf diese Frage gebe ich in meinen Schulungen immer die Antwort:

Nur, wenn man dem Luftsicherheitsbeauftragten grobes Organisationsverschulden oder Vorsatz nachweisen kann, gibt es hier eine Personenhaftung!“

Was hat man wohl mit dem Luftsicherheitsbeauftragten am Flughafen in Düsseldorf gemacht? Konnte er seine Risikobewertung darstellen? War hier das Thema Budget die Ursache, nicht mehr Sicherheitstechnik bzw. Personal einzusetzen?

Fazit Buchenthal: „Ich appelliere an alle verantwortlichen staatlichen Stellen in Deutschland, die Luftsicherheitsbeauftragten zu unterstützen und die Gesetze dahingehend anzupassen das nicht das Geld oder ein zu niedriges Budget die Risikobewertung der Luftfracht bestimmt!“

Die Lobraco Akademie GmbH ist als Institut für Weiterbildung, Coaching,
Trainings-und Beratungsleistungen auf die Transport- und Logistikbranche
spezialisiert.


Christian Buchenthal
Luftsicherheitsbeauftragter
LBA Zugelassener Ausbilder 026

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Sechs Trainerinnen und Trainer der Lobraco Akademie GmbH sind im Juni zu LAOLA Trainern ausgebildet und zertifiziert. Winningen (Koblenz) im Juni 2015 – die Lobraco Akademie GmbH hat im Juni 6 Ihrer Trainerinnen und Trainer nach dem LAOLA-Standard ausbilden und zertifizieren lassen.


LAOLA steht für Live Action Online Learning Academy und ist eine neue Form des Trainings im „virtuellen Klassenzimmer“.

Diese Form des Lernens ist eine Weiterentwicklung des bekannten Webinars, mit wesentlich mehr Elementen für interaktives Arbeiten und Lernen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit sich sowohl verbal, also mit Zuschalten des Mikrofons, per Video und schriftlich (im Chat-Room), an der Veranstaltung zu beteiligen.

Der Trainer/Moderator steuert diese Aktivitäten und hat sogar die Möglichkeit virtuell Dokumente erarbeiten zu lassen und Gruppenarbeiten mit anschließender Ergebnispräsentation durchzuführen. Natürlich ist weiterhin das Abspielen von Videos  bzw. das gemeinsame Arbeiten mit einer Präsentation als Basis für web-based Trainings gegeben.

Dazu Dieter Froitzheim, Geschäftsführer Lobraco Akademie: „Webinare im Internet anbieten und abhalten ist sicher keine Kunst. Die Durchführung und Steuerung einer LAOLA-Veranstaltung dagegen, setzt jedoch eine andere, bessere Ausbildung des Trainers voraus. Hier sind methodisch-didaktisch gravierende Unterschiede zu beachten, um professionell zu arbeiten und den gewünschten Lern- und Umsetzungserfolg bei den Teilnehmern zu erzielen.

Wir sind froh, mit der Firma LAOLA GbR aus Wettenberg, einen passenden und sehr professionellen Partner für die Qualifizierung und Ausbildung unserer Trainerinnen und Trainer gefunden zu haben“.

Folgende Inhalte werden den Teilnehmern bei der Zertifizierung zum LAOLA-Trainer vermittelt: Live-Online-Trainings im Kontext von eLearning und Präsenztraining, Grundlagen und Technik, Vorbereitung und Ablaufplanung, Live-Online-Methodik und -Didaktik, kreative Gestaltung und Interaktion im virtuellen Raum, der Live-Online-Trainer vor der Kamera, spezifische Online-Kommunikation und -Moderation, der LAOLA Standard, das eigene Live-Online-Konzept, schwierige Situationen meistern, Übung und Transfer…

Zum Abschluss der Zertifizierung muss jeder Teilnehmer eine Prüfung ablegen. Dazu gehören u. a. das Schreiben eines Ablaufplans zu einem Live-Online-Training, eine Übungssequenz und ein Fachgespräch. Folgende Lobraco Trainer haben das Qualifizierungsprogramm durchlaufen, die Prüfung bestanden und sind jetzt zertifiziert: Christian Buchenthal, Lucas van Haeff, Jens Werner, Michaela Buchenthal, Adrian Schelp und Volker Drose

Insgesamt arbeiten über 25 Trainer/innen und Berater/innen in unterschiedlichsten Projekten, bzw. für unterschiedliche Kunden für die Lobraco Akademie. Allein in den Programmen der großen Unternehmensakademien, die von Lobraco betrieben werden, haben mehr als 2500 Teilnehmer an über 240 unterschiedlichen Schulungen im vergangenen Jahr teilgenommen. Mit dem neuen Angebot LAOLA-Training will das Unternehmen weitere neue Kunden gewinnen.

LAOLA hat u. a. den sehr positiven Effekt für die Kundenunternehmen, dass Reisekosten eingespart werden können, die Zeiten für den produktiven Ausfall von Mitarbeitern im Betrieb reduziert werden können und weiterhin der bestmögliche Lernerfolg von Trainingsmaßnahmen realisiert werden kann. LAOLA Trainings sind auch in Kombination mit Präsenztraining sehr wirkungsvoll.

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Aus der Pressemitteilung: Die Lobraco Akademie GmbH hat zum 1. April 100 Prozent der Geschäftsanteile der forward academy GmbH mit Sitz in Wettenberg übernommen. Durch diese Akquisition baut Lobraco seine Position als einer der führenden Weiterbildungsanbieter in der Logistik weiter aus.

Unser Ziel ist die Marktführerschaft bei Training, Beratung und Coaching in der Transportund Logistikbranche“, sagt Lobraco-Geschäftsführer Dieter Froitzheim. Die Übernahme sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Schließlich verfügt die forward academy über eine weitgehend komplementäre Kunden- und Dienstleistungsstruktur und ergänzt das Lobraco-Spektrum durch weitere Bausteine. „Die forward academy besitzt die AZAV-Zertifizierung und bietet Live-Online-Seminare an. Beides hatten wir bislang nicht in unserem Portfolio“, erläutert Froitzheim.

Neben dem erweiterten Angebot profitieren die Lobraco-Kunden künftig auch durch Kostenvorteile. Die AZAV-Zertifizierung ermöglicht es, von der Agentur für Arbeit bezuschusste Weiterbildungsmaßnahmen durchzuführen. Und auch die Live-Online-Seminare (LAOLA) sorgen als eine Weiterentwicklung von Webinaren für effiziente Qualifizierungen. „Sie sind für die Kunden deutlich kostengünstiger als Präsenzveranstaltungen“, unterstreicht Christian Buchenthal, ebenfalls Geschäftsführer bei Lobraco.

Einen weiteren Vorteil der Übernahme sehen Froitzheim und Buchenthal in der Bündelung der Trainings-, Beratungs- und Coachingkompetenzen beider Institute. Sie sind sich einig: „Mit unserem verbesserten Angebotsspektrum werden wir nicht nur bei Bestandkunden punkten, sondern für alle Unternehmen in der Transport- und Logistikbranche zum attraktiven Weiterbildungspartner.“ Gleichzeitig schafft der neue Standort die Basis für noch mehr Kundennähe. „Zusammen mit dem im Januar eröffneten Büro in Unna haben wir unsere Präsenz in der Fläche stark erhöht“, verweist Buchenthal. Ziel sei es, an den wichtigsten Standorten der Transport- und Logistikbranche mit eigenen Büros und Ansprechpartnern vor Ort zu sein.

Ansprechpartner: Dieter Froitzheim

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Sie erhalten die aktuellen Neuigkeiten zum Thema Luftsicherheit in Deutschland! - kostenlos! Wieso? - Die Lobraco Akademie möchte Ihnen „LAOLA – Live Online-Seminare“ vorstellen.

Wir bieten für Sie Live-Online-Lernen im „Virtuellen Klassenraum“. Dieses E-Learning-Format hat unschlagbare Vorteile –vorausgesetzt, Konzept und Qualifikation der Online-Trainer sind hoch professionell.

Das Lernerlebnis und der Transfer von Live-Online-Veranstaltungen nach diesem Qualitätsstandard unterscheiden sich deutlich von den weit verbreiteten Webinaren und sind eine professionelle Alternative zu Präsenztrainings oder anderen E-Learning-Formaten, auch für anspruchsvolle Themen wie Führungskräfte- und Verkaufstrainings, oder auch für alle Fachtrainings wie z. Bsp. Zoll, Haftung und Versicherung, etc..

In diesem LAOLA wird Herr Buchenthal Ihnen die Online-Umgebung vorstellen und gleichzeitig die aktuellen Neuigkeiten zum Thema Luftsicherheit besprechen und diskutieren!

Neugierig? - hier können Sie es sich schon einmal ansehen.

Termine: 01.07.2015, 11:00-12.30 Uhr, 02.07.2015 11:00 -12.30 Uhr. Für die Online-Seminare benötigen Sie einen Internetanschluss, Computer und ein Headset.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bitte im Seminarkalender unter 15 LAOLA an. Sie erhalten dann umgehend Ihre Anmeldebestätigung mit allen Details und Ihren persönlichen Zugangsdaten.

Ansprechpartner: Christian Buchenthal

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Die Fachkraft für Ladungssicherung hat die Aufgabe während der 2-tägigen Ausbildungszeit ein Ladungssicherungskonzept für Ihr Unternehmern mit unseren Ausbildern zu erarbeiten und später, nach bestandener Prüfung, als Ansprechpartner und Fachkraft im Bereich Ladungssicherung tätig zu sein. Sie ist das Bindeglied zwischen den Verladern und der Führung des Unternehmens.

Lernziele:
Die Mitarbeiter werden über die Grundschulung Ladungssicherung hinaus qualifiziert um selbstständig den Kollegen bei Fragen und Problemen mit der Verladung zur Seite stehen zu können und das Ausbildungskonzept weiter um zu setzen.

  • Umsetzen der erarbeiteten Maßgaben,
  • Verbesserungen weiter vorantreiben
  • Vorplanung für zukünftige Schulungen
  • Erprobung neuer Ladungssicherungsmittel


Inhalte:

  • Inhalte nach der VDI 2700 – 16 Stunden Grundschulung
  • Erarbeitung eines Konzeptes für Ladungssicherung für Ihre Unternehmensstruktur
  • Planung von Einsparpotenzialen
  • Fördern des wirtschaftlicheren Arbeitens im Rahmen der Ladungssicherung
  • Auf Wunsch Befähigung als Sachkundige Person für die Prüfung und Pflege von Ladungssicherungshilfsmittel (UVV Prüfer)


Auf Wunsch kann eine Auffrischung in Erste Hilfe für die Teilnehmer inkludiert werden. (Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Reanimation, Bedienung AED „Defibrillator“ )

Methoden:
Schulung durch zertifizierte und überprüfte Moderatoren für Ladungssicherung gem. VDI2700

Für Sie wichtig ist:
Die Fachkraft für Ladungssicherung wird wie alle weiteren Mitarbeiter, die in Ladungssicherung von uns ausgebildet worden sind, regelmäßig weitergebildet.

  • Einen Ansprechpartner für alle Mitarbeiter
  • Eigenes Ladungssicherungskonzept für das Unternehmen
  • Überwachung und Ausbau des erarbeiteten Konzeptes
  • Erfüllung der gesetzlichen Vorgabe nach VDI2700 und den Berufsgenossenschaften


Zielgruppe/ Voraussetzungen:
Kraftfahrer, Disponenten, Lademeister, Fuhrparkleiter, Versandleiter, Sicherheitsfachkräfte, Verlader sowie Transportunternehmer

Abschluss:
Ausbildungszertifikat –Fachkraft für Ladungssicherung
Befähigungsnachweis
Zertifikat VDI2700 – Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen

Sie sind interessiert? Kontaktieren Sie unseren Experten Adrian Schelp.

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